Freitag, 18. Oktober 2013

Ross McHenry - Distant Oceans


Ross McHenry ist nicht nur der Kopf der Shaolin Afronauts sondern auch Solo ein ernstzunehmender Jazz Musiker. "Distant Oceans" ist das Debutalbum des Australiers, auf dem er genau das beweist.

Das Personal auf dem Album kann sich ebenfalls sehen lassen. Mit Mark De Clive Lowe, Adam Page, Myele Manzanza, Dylan Marsall oder Jon Hunt hat sich McHenry ein eindrucksvolles Kollektiv um sich versammelt, um seinen ganz eigenen Jazz-Stil auszuleben. Den Einfluss dieser Musiker ist stellenweise zu hören, so erinnert die rhythmische Arbeit teilweise an Passagen, die man auch von Mark De Clive Lowe's neuen Album kennt. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Musik auf Distant Oceans, da es ein stetiges und immer groovendes Element darstellt, das die ansonsten manchmal sehr abstrakten Klänge perfekt untermalt. Was kann man über den Rest sagen?  Hier kommen wirklich Generationen an Jazz von vielen Teilen der Welt zusammen. Mysteriöse Mulatu-Momente werden hier mit traditionellen und modernen Jazz-Arrangements kombiniert und vor schrägen Klängen wird genauso wenig zurückgeschreckt wie vor komplexen Songstrukturen. Mit diesem Personal und dem rhythmischen Fundament kann damit jedoch nichts schiefgehen.

Ausschnitte könnt ihr auf der Soundcloud Seite anhören. Das Album wird auf LP und Digital am 28. Oktober bei First Word Records erscheinen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten