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Mark Moldre - An Ear To The Earth


Es hat wohl noch keinem Künstler geschadet, eine musikalisch vielfältige Vergangenheit zu haben. Mark Moldre aus Sydney hat von Jazz-Ensembles über psychedelic Rockbands schon eine Menge mitgemacht und auch wenn nun sein erstes aufgenommenes Album eine komplett andere Richtung einschlägt, so kann man es wohl problemlos zu den stärksten Releases seiner Art zählen, die dieses Jahr uns bisher bescherte.

Auf "An Ear To The Earth" spielt Moldre seine eigenen Folk und Country Songs, die durch Einflüsse von  Filmen, Geschichten und persönlichen Ereignissen entstanden. Zusammen mit seinem Kollegen Jamie Hutchings konnte er eine Band um sich versammeln, die ihn gezielt unterstützt. Seine Kompositionen bleiben in den meisten Fällen dennoch sehr minimalistisch Instrumentiert, speziell ruhige Nummern wie "Madeleine" oder "O, Dreamtime Blues" benötigen dabei nur einen unauffälligen Rahmen, in dem sich Moldre mit Gitarre und Gesang entfalten kann. Andere Tracks wie "Where Will I Be" zeigen, dass man es auch versteht, andere Saiten aufzuziehen und speziell rhythmisch eine starke Leistung hinzulegen. Lasst uns nicht lange drumherum reden, "An Ear To The Earth" ist mit seinen insgesamt 12 Songs (2 Bonus Tracks wurden vor kurzem hinzugefügt) ein Album, das zeigt wie dynamisch und spannend Folkmusik sein kann, vorallem und vermutlich weil es moderne Trends ignoriert und mit Mark Moldre einen Musiker präsentiert, der einfach nur sein Ding durchzieht.

Das Album erschien bei Laughing Outlaw Records und den kompletten Stream gibt es auf der Bandcamp Seite.

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