Sonntag, 22. Juni 2014

The Jazz Jousters - New Genesis


Auch wenn die Jazz Jousters mittlerweile schon eine Vielzahl von Veröffentlichungen vorzuweisen haben, ist das brandneue "New Genesis" das erste Release, das auch in physischer Form erscheint.

Diesmal haben sich die Produzenten Gadget, Es-K, DJ Mentos, Mr. Moods und die restlichen Namen des internationalen Kollektivs nicht nur auf eine Jazz Legende festgelegt, dessen Werke verarbeitet und aufpoliert werden. Der Fokus war somit deutlich weiter und jeder Interpret konnte sich auf seine Fähigkeiten verlassen, erstklassige Hip Hop Beats mit Jazz zu verbinden. Insgesamt gibt das Album ein gewohnt lässiges und unaufgeregtes Bild ab. Ruhige Beats mit vertäumten Jazz Sounds stehen also auf dem Programm, und wer könnte das besser als die Jazz Jousters?

Den kompletten Stream findet ihr auf der Bandcamp Seite.

Donnerstag, 19. Juni 2014

The Story Of Lenis Guess


Der siebte Teil der "Story Of"-Reihe von Tramp Records widmet sich dem aus Virginia stammenden Lenis Guess, der in seiner aktivsten Zeit als Sänger, Produzent, und Labelbesitzer unterwegs war.

Auf der am am 7. Juli erscheinenden Doppel LP sind somit Nummern von Guess selber vertreten, seiner Band "Raw Soul", zusammen mit Dorsey "Brock" Brockington und andere Songs die er mit und für andere Künstler wie Terry Sinclair oder Shirley Johnson schrieb. Auf insgesamt 25 Tracks wird der erstklassig groovende Rhythm & Blues Sound zelebriert, der auch als der Norfolk Sound bekannt wurde. Eine Nummer wie "Thank Goodness Gotta Good Woman" mit ihrem dynamischen Groove und leidenschaftlichen Vocals ist dafür wohl ein perfektes und eindrucksvolles Beispiel. Auch Namen wie Sir Guy oder Barbara Stant, die bei Brockington und Guess aufnahmen, sind hier mit Songs wie "I Need You Baby" oder "Superman"vertreten. Somit ist diese LP nicht nur ein Tribut an die musikalische Legende eines einzelnen Musikers, sondern auch an den Virginia Norfolk Soul Sound.

Mehr Infos findet ihr auf der Seite des Labels oder bei Soundcloud.


Mittwoch, 18. Juni 2014

Fred Hersch Trio - Floating


Nachdem Fred Hersch etliche Alben Live aufgenommen hat, führte ihn bei seiner neuen CD "Floating" der Weg ins Studio, wo er zusammen mit John Hébert und Eric McPherson an neuen Tracks arbeitete. Schon letztes Jahr überzeugte der Pianist bei seiner Kollaboration mit Julian Lage. Eigentlich hat der Jazz Veteran Hersch niemandem mehr etwas zu beweisen und dennoch wagt er sich mit wechselndem Personal immer wieder in neue Bereiche, die seine Musik bereichern.

Auf "Floating" bewegt sich das Trio durch alle Stimmungen und Eigenschaften, die wir von Piano Trios gewohnt sind. Herschs vielseitige Ausbildung und Erfahrung schlägt sich dabei immer wieder in der melodischen Vielfalt der Arrangements wieder. Seine klassische Ausbildung lässt sich an verschiedenen Stellen immer wieder raushören. Hébert und McPherson bieten ihm dafür die perfekte Grundlage. Bass und Schlagzeug halten sich meistens im Hintergrund, doch dynamische Nummern wie "Home Fries" unterstreichen immer wieder die Wichtigkeit dieser Akteure und die individuellen Stärken, die dabei zum Vorschein kommen. Andere Songs wie der Titeltrack "Floating" sind perfekte Beispiele dafür, wieviel Gefühl und Melancholie in Hersch's Klavierspiel stecken kann. An diesen Stellen braucht es dann auch nur noch punktuelle Unterstützung der Rhythmusgruppe, die aber auch diese Aufgabe optimal meistert und dem Klavier alle Freiräume schafft.

Mehr Infos findet ihr auf der Homepage von Fred Hersch. Release wird am 8. Juli bei Palmetto Records sein.

Dienstag, 17. Juni 2014

Where Pathways Meet - A Contemporary Hip Hop Compilation



Der neue Hip Hop Sampler "Where Pathways Meet" ist endlich veröffentlicht und zum kostenlosen Download auf Bandcamp verfügbar!

Es ist der Nachfolger der letzten kostenlosen Download Compilation "Medicine For A Nightmare" aus dem letzen Jahr. Der Fokus von "Where Pathways Meet" liegt auf Hip Hop Songs von unbekannten DJs und Rappern aus der ganzen Welt.

Mit dabei sind Jermiside, RemGee, The Journeymen, Konsickwence, Shinobi Stalin, Kista, Elespee, Revolutionary Rythm, Jazz Spastiks, Dragon Fli Empire, E-Prosounds, The Boombox Theatre, Infinto 2017, Soundsci und ein Track mit mehreren Interpreten von Beat Basement Records.
Holt euch den kostenlosen Download und unterstützt die Interpreten!


Sonntag, 15. Juni 2014

Mr. Bird & Greg Blackman - Low Fi Classics


Der portugiesische DJ und Produzent ist schon seit langer Zeit einer der ersten Adressen wenn es um Remixes und Mashups in Sachen Funk, Latin oder Hip Hop geht. Auch wenn er schon die ein oder andere Kollaboration mit anderen DJs verbucht hat, steht mit "Low Fi Classics" nun ein ganz besonderes Album an, auf dem zusammen  mit Greg Blackman erstklassiger Soul zelebriert wird.

Auch Blackman hat schon Erfahrungen zusammen mit talentierten Produzenten gemacht und ist genau der richtige Mann um Birds Beats zu fantastischen Songs abzurunden. Die angesprochenen Beats treten in einem verhältnismäßig unauffälligen und unspektakulären Design auf, dabei verbreiten sie immer wieder ein gewisses old school Gefühl, das sich wie ein roter Faden durch "Low Fi Classics" zieht. Der Name ist somit nicht zufällig gewählt worden. Und was soll man über Greg Blackman sagen? Er bringt mit seiner Stimme das ein, was zum alten Soulsound noch dazugehört. Mit seinem vielseitigen Stil zeigt der Brite viele Facetten und verbreitet einfach nur eine positive Stimmung, wie es Songs wie "Since You've Been Gone" oder "Save Me" demonstrieren und nicht nur Craig Charles überzeugen.

Mehr Sounds als die unten hinterlegten Sounds findet ihr auf der Soundcloud Seite. Release wird der 14. Juli sein.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Calliope - ORBIS


Viele Bands spielen derzeit einen stark ausgeprägten Retrosound, der auch in Fällen wie Doublestone oder Kadavar auch wirklich gute Umsetzungen findet, doch wer hat eigentlich gesagt, dass sich all diese Bands an den Namen Led Zeppelin und Black Sabbath orientieren müssen?

Calliope aus Milwaukee pflegen dazu im Vergleich einen eher psychedelischen Sound, der durch mächtige Rhythmen und hier und da auch durch Al Kraemers Keyboardspiel unterstützt wird. The Doors ist jetzt so ein Name, der einem direkt in den Kopf schießt. Auch der Gesang weist hier Parallelen auf, nicht nur die Stimme selber, sondern auch die soundtechnische Einbettung in das restliche Klanggerüst. Hier hören die Gemeinsamkeiten aber auch langsam auf, schließlich spielen Calliope ihren eigenen Stil, der sich deutlich Richtung Gitarrensounds orientiert und dadurch viele Bluesmotive aufgreift. Der dreckige Klang der Songs und die gekonnt erzeugten Sphären, die mit verfremdenden Geräuschen auf den Hörer einwirken, sind weitere Kennzeichen, die die neuen sechs Tracks von Calliope auszeichnen.

Den kompletten Stream von ORBIS findet ihr auf der Bandcamp Seite.

Mittwoch, 11. Juni 2014

The Microscopic Septet - Manhattan Moonrise


Die Herausforderung alte und neue Elemente in Jazzsongs zu kombinieren ist eine Aufgabe, an der schon viele scheiterten. Moderner Jazz und Swing haben auf den ersten Blick nicht besonders viele Gemeinsamkeiten, doch bei dem New Yorker Microscopic Septet werden genau Diese miteinander vermischt.

Schon Anfang der 80er begann das Jazzensemble für zehn Jahre zusammen zu musizieren und seit 2006 sind die erfahrenen Musiker wieder eine Einheit. Der Sound auf ihrem neuen Album "Manhattan Moonrise" klingt frisch und abwechslungsreich wie eh und je. Jeder Track lebt von einfallsreichen Arrangements und mit der Ausnahme von ruhigen Nummern wie "A Snapshot Of The Soul" auch von dynamischen Rhythmusstrukturen. Der Opener "When You Get In Over Your Head" ist bereits ein gutes Beispiel für die verspieltheit dieser Band, die sich aber doch immer an feste Strukturen hält. Der alte Swing Sound wird mit den verschiedensten Einflüssen aus anderen Ecken des Jazz kombiniert und in kurzweilige Kompositionen gesteckt. Es ist das dritte Album der Band seit ihrem Neubeginn und das siebte insgesamt.

Auf der Bandcamp Seite findet ihr mehr Infos zu "Manhattan Moonrise".